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Was in der Schweiz anders ist
Immobilienverwaltung
Der Schweizer Markt stellt Anforderungen, die in einer internationalen Lösung meist fehlen — sie ist auf andere Rechtsräume gebaut. Wer aus dem Ausland kauft, merkt es beim Abschluss, bei der MWST-Abrechnung oder bei der ersten Lohnmeldung. Diese Punkte entscheiden in dieser Kategorie:
Im Bestand dieser Kategorie stehen ausschliesslich Anbieter mit Schweizer Rechtsträger. Ausländische Lösungen sind nicht ausgeschlossen — geprüft wurde keine, die hier eine Rolle spielt und einen Frankenpreis nennt.
Stockwerkeigentum Eine Liegenschaft, die nach Artikel 712a des Zivilgesetzbuchs in Anteile geteilt ist, wird nicht wie ein Mietobjekt verwaltet: es gibt Wertquoten, eine Eigentümerversammlung mit Beschlussprotokoll, Sonderrechte und gemeinschaftliche Kosten je Quote. Software muss die Gemeinschaft als eigene Einheit führen.
Nebenkostenabrechnung Heiz- und Betriebskosten werden gesammelt und nach Verteilschlüssel auf die Mietparteien umgelegt. Das Mietrecht verlangt eine belegte, nachvollziehbare Abrechnung innerhalb der vereinbarten Periode — ohne Verteilschlüssel je Kostenart und Objekt ist das nicht abbildbar.
Erneuerungsfonds Die Rückstellung, die eine Stockwerkeigentümergemeinschaft für künftige Sanierungen bildet. Sie ist gemeinschaftliches Vermögen mit eigener Rechnung und nicht ein Konto der Verwaltung — Immobiliensoftware muss sie getrennt führen und in der Jahresrechnung ausweisen.
OR-Mietrecht Die Artikel 253 bis 274g des Obligationenrechts regeln das Mietverhältnis: Kündigungsfristen und -termine, Mietzinserhöhung mit amtlich genehmigtem Formular, Hinterlegung, Anfangsmietzins. Eine Verwaltungssoftware, die diese Fristen und Formulare nicht führt, erzeugt anfechtbare Schreiben.
Datenstandort Schweizer Rechenzentren sind kein Gesetz, aber häufig ein Anforderungspunkt – speziell bei Personendaten und öffentlichen Aufträgen.
Treuhand-Zugang Der wichtigste weiche Faktor: Kann Ihr Treuhandbüro direkt mitarbeiten? Fragen Sie dort zuerst, welche zwei bis drei Systeme es täglich nutzt.
10 Jahre Aufbewahrung Das OR verlangt zehn Jahre revisionssichere Aufbewahrung – inklusive Lesbarkeit. Klären Sie, was nach einer Kündigung mit Ihren Daten passiert.
Datenexport & Ausstieg Prüfen Sie vor der Anmeldung, wie ein Export aussieht (Buchungen, Belege, Stammdaten). Eine Lösung ohne brauchbaren Export ist eine Einbahnstrasse.